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Bayernliga: Wölfe verschenken klare 4:1-Führung

Lesedauer: 4 Minuten
Peter Linder weiter bei den Wanderers

Play-Down-Krimi Teil 1: Germering besiegt Selb

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Die Selber „Wölfe“ sahen im Match Nummer eins der „Best-of-Five“-Serie gegen die Germering „Wanderers“ bereits wie der Sieger aus. Doch dann vergaßen die VER-Cracks nach einer 4:1-Führung das Eishockey spielen und bezogen letztlich noch eine 4:7-Niederlage. Somit verspielte man sich den Vorteil, mit einem beruhigenden Sieg in die nächsten Spiele zu gehen.

Ohne Kraus und Trolda, dafür mit den zuletzt gehandicapten Schramm und Thumm konnte das „Wölfe“-Team zum ersten Auswärtsspiel der Serie nach Germering reisen. Mit dabei rund 200 Schlachtenbummler, die zur Unterstützung ihrer Mannschaft dabei waren. Die Anhänger sahen dabei zunächst auch die erste Chancen auf ihrer Seite, Lamich scheiterte allerdings an Keeper Bertet. Allmählich kamen auch die Einheimischen ins Spiel. Bedingt durch etwas Unkonzentriertheit bei den Franken konnten so Porak und Meier zu ersten Möglichkeiten kommen. Die Führung war dann auch schnell hergestellt. Steidle hatte hier freie Schussbahn und zog zum 1:0 in die Maschen. Mit dem ersten Überzahlspiel glichen die „Wölfe“ aber rasch aus. Hendrikson konnte hier den Puck mit einem strammen Schuss einnetzen. Fortan beherrschten die VER-Cracks das Spielgeschehen. Der Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Holdens Schuss von der Blauen Linie verlängerte Bartels zum Selber 2:1, welches man bis zum Drittelende sicher hielt.

Viele packende Szenen bekamen die Zuschauer im zweiten Spielabschnitt geboten. Anfangs hatten diese vor allem die Selber. Schade verpasste es aber bei einem Konter, den frei mitlaufenden Sturmkollegen Schramm rechtzeitig zuzuspielen. Kurz darauf konnte der VER die Führung allerdings doch ausbauen. Bullygewinn im Angriffsdrittel, die Scheibe ging zu Bartels, der vor dem Tor nur noch einzuschieben brauchte. Germering machte daraufhin gewaltig Druck. Klett zog knapp am Selber Gehäuse vorbei, Socher traf nach Poraks Pass die Scheibe nicht richtig und Michaelis traf nur den Außenpfosten. In Überzahl kombinierten dann wiederum die Setzer-Schützlinge. Bartels war schließlich der  Torschütze nach einem feinen Zusammenspiel. In der Folge konnte Wohn im Selber Kasten gegen Leitner glänzend parieren, dann wurde es aber hektisch. Aus dem  Chaos vor dem Tor der „Wanderers“ brachte ein „Gelber“ den Puck mit dem Schlittschuh in den eigenen Kasten. Die Referees entschieden berechtigterweise auf das 5:1 für den VER. Minutenlanges Protestieren von Germering half dem Schiedsrichtergespann zum urplötzlichen Umdenken, das Tor wurde wieder aberkannt. Warum auch immer, trotz der eigentlichen beruhigenden Führung brach diese Fehlentscheidung das Genick der „Wölfe“. Wohn erwies sich in Unterzahl bei einem wahren Schussfeuerwerk der Hausherren als Turm in der Schlacht. Dann war es um die Herrlichkeit der Selber allerdings geschehen, als Wiesheu zum 2:4 die Scheibe ins Tor knallte und wenig später zugleich das 3:4 durch Leinsle folgte. Schließlich verpasste man es bis zur Drittelpause, aus drei Power-Play-Situationen Kapital zu schlagen.

In den letzten 20 Spielminuten überstand der VER zunächst drei Unterzahlspiele, auch wenn Porak und Kurnosow hochkarätige Chancen hatten und Zink die Scheibe nur an das Torgestänge drosch. Völlig frei ließ man schließlich aber Wiesheu zu Schuss kommen, der das mittlerweile schwache Selber Stellungsspiel zum Ausgleichstreffer nutzen konnte. Ohne einen einzigen Torschuss endete eine 5/3-Überzahlsituation für Selb, Hendriksons Nerven versagten schließlich bei einem Alleingang, nachdem er zuvor von Bartels mit einem weiten Pass bedient wurde. Die mangelnde Verwertung sollte sich rächen. Porak brachte seine Farben schließlich in Führung wenngleich die Referees eine Abseitsstellung klar übersehen hatten. Ein Tor, das selbst dem Stadionsprecher schon zu  peinlich war, durchzusagen. Das Selber Spiel war schließlich vorbei, Germering erhöhte kurz darauf auf 6:4. Der Schlusstreffer 15 Sekunden vor Spielende war nur noch Ergebniskosmetik.

Letztendlich versäumten es die „Wölfe“ selbst, den Sack zuzumachen und verschenkten einen „Bigpoint“ in der Serie gegen Germering. So stehen die Vorwerk-Cracke nun schon unter Druck, am kommenden Freitag im Heimspiel (Beginn 20 Uhr) auszugleichen und am nächsten Sonntag aufs Neue einen Auswärtssieg in Angriff zu nehmen. Diesmal wäre er mehr als im nur im Bereich des Möglichen gewesen.

Germering Wanderers – VER Selb  7:4 (1:2; 2:2; 4:0)

Zuschauer: ca. 700

Schiedsrichter: H. Wenzel, H. Guth

Strafminuten: Germering 22, Selb 24

Tore:

7:01 – 1:0 Steidle (Michaelis)

10:11 – 1:1 Hendrikson (Horvath; 5-4)

13:36 – 1;2 Bartels (Holden; 4-4)

22:49 – 1:3 Bartels (Lamich)

27:28 – 1:4 Bartels (Holden, Porzig; 5-4)

32:56 – 2:4 Wiesheu (Steidle, Leinsle; 5-4)

34:03 – 3:4 Leinsle

47:19 – 4:4 Wiesheu (4-4)

52:02 – 5:4 Porak

54:43 – 6:4 Meier (Socher, Zink; 5-4)

59:45 – 7:4 Meier (Leinsle, Michaelis; 5-4)

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